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Zur jährlichen Verbandsversammlung traf sich die HWG am Donnerstag, den 30. November 2017 in Creglingen – Niederrimbach.

Neben dem Bericht der Verbandsvorsitzenden Bürgermeisterin Petra Weber, Blaufelden, informierte Herr Betriebsführer Holger Gersten vom Zweckverband Nordostwürttemberg Crailsheim (NOW) vom Bau- und Betriebsgeschehen der HWG. Beschlossen wurde der Jahresabschluss 2016 sowie der Wirtschaftsplan 2018, welche Geschäftsführerin Isolde Ansorge von der HWG erläuterte. Außerdem wurde die Umwandlung der vorläufigen Bezugsrechte von der NOW mit 116,7 l/s in endgültige beschlossen.

Der Zweckverband Hohenloher Wasserversorgungsgruppe (HWG) mit Sitz in Gerabronn versorgt jährlich rund 30.500 Einwohner aus den 11 Mitgliedsgemeinden mit 2,4 Mio. cbm Trinkwasser. Die Versorgungsanlagen, sei es die Ortsnetze, Überlandleitungen oder Wassertürme, sind alle verbandseigen und von der HWG zu betreuen und zu unterhalten. 

Seit 2006 besteht eine Kooperation mit der NOW im Rahmen der Rohwasserkonzeption, an der sich weitere Zweckverbände und Gemeinden beteiligt haben. Im neuen Wasserwerk Bronn bei Weikersheim, dass seit Mitte 2008 vollständig in Betrieb ist, werden nun die Eigenwässer der HWG und der weiteren Beteiligten gesammelt aufbereitet und wieder in der Region verteilt. Durch eine verbesserte Vernetzung der Systeme kann seitdem auch überschüssiges Wasser genutzt werden. Durch die Enthärtung der Eigenwässer im Wasserwerk Bronn (nördlicher Bereich) kann seitdem im gesamten Verbandsgebiet Trinkwasser mit einer Härte von etwa 13,5°dH geliefert werden. Für die Einbringung der Eigenwässer hat die HWG in Rahmen der Kooperation mit der NOW weitere Bezugsrechte erhalten, welche in dieser Sitzung mit einstimmigen Beschluss auf 116,7 l/s endgültig festgelegt wurden.

In der kürzlich stattgefundenen jährlichen Verbandsversammlung der HWG im Gemeindesaal in Creglingen – Niederrimbach berichtete Betriebsführer Holger Gersten über das Betriebs- und Baugeschehen im Verband.

2016 lag die Wassergesamtabgabe mit 2,45 Mio. cbm um 120.000 cbm  unter dem Vorjahreswert. Das Jahr 20116 verlief durchschnittlich im Vergleich zum warmen Jahr 2015 mit längeren trockenen Abschnitten. Der Spitzenverbrauchstag 2016 lag an einem Septembertag bei 105 l/s oder 9.030 cbm. Im Juli ergab sich die höchste monatliche Einspeisemenge. 2017 wird eine ähnliche Wasserabgabe wie 2016 erwartet. Der bislang höchste Tagesverbrauch wurde an einem Junitag mit 109 l/s oder 9.430 cbm gemessen.

2016 wurden von den Wasserwärtern 138 Rohrbrüche behoben. Im Vorjahresvergleich sind dies 30 weniger.

Um eine Verbesserung der Versorgung und der Druckverhältnisse im Bereich Schrozberg-Ettenhausen zu erreichen, wurde 2017 ein neuer Hochbehälter Ettenhausen mit Zuleitung vom Hornungshof her gebaut und der Altbehälter aus dem Jahr 1958 stillgelegt. Der Altbehälter wurde regelmäßig vom Gesundheitsamt beanstandet und entspricht nicht mehr den derzeitigen Trinkwasservorschriften und anerkannten Regelen der Technik. Die Gesamtkosten für die Neubaumaßnahme belaufen sich auf rund 500.000 € und werden vollständig von der HWG finanziert. Mangels ausreichendem Fördertopf des Landes Baden Württemberg konnte die Maßnahme nicht bezuschusst werden. Die Umbindung an den neuen Behälter erfolgt Mitte Dezember 2017. Dadurch ist in diesem Bereich die Trinkwasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte weiter gesichert.

Frau Isolde Ansorge, Geschäftsführerin der HWG, erläuterte den Jahresabschluss 2016 sowie den Wirtschaftsplan 2018 des Zweckverbandes.

Jahresrechnung 2016

Das Jahr 2016 ergab einen Gesamtwasserpreis mit 1,92 € (Betrieb- und Festkostenumlage), welcher um 1 Cent über dem Planansatz lag. Die Betriebskostenumlage fiel mit 1,25 € pro cbm Wasserabgabe 4 Cent höher aus als im Plan, die Festkostenumlage lag mit 52,85 € pro Einwohner um 2,25 € darunter. Die Wasserabgabe an die Mitglieder mit 2,41 Mio. cbm entsprach den Planvorgaben. Die Betriebskosten lagen im Ergebnis etwas höher, da sich Mehrkosten um Unterhaltungsbereich Hauptrohrnetz und Hausanschlüsse im öffentlichen Bereich ergaben.

Für Investitionen wurde 2016 rund 600.000 € verausgabt, hiervon für Ortsnetzerneuerungsmaßahmen anteilig 220.000 € . Saniert wurde ebenso ein Teilstück der Zuleitung vom Wasserturm Wallhausen zum Hochbehälter Limbach sowie ein Fernmeldekabel erneuert. Modernisiert wurde auch das Fernleitsystem der HWG, über welches das Trinkwassernetz per Datenübertragung überwacht werden kann, welches nun wieder den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.

Ein dieser Stelle ein Dank an alle beteiligten Firmen und Ingenieurbüros sowie andere Institutionen, die für den Verband tätig und an den zahlreichen Baumaßnahmen im Jahr 2016 beteiligt waren. Ebenfalls ein Dank an alle Mitarbeiter/-innen des Zweckverbands sowie an die technische Betriebsführung und unserem Kooperationspartner NOW Crailsheim für die geleistete Arbeit !

Aus der Jahresrechnung 2016:
Gesamtpreis: 1,92 € pro cbm (Betriebs- und Festkostenumlage)
Wasserabgabe an die Verbandsmitglieder: 2,41 Mio. cbm
Durchschnittliche Wasserabgabe pro Einwohner pro Tag: 219 Liter
(Wasserverbrauch Bundesdurchschnitt 122 Liter)
Versorgte Einwohnerzahl: 30.566
Bauvolumen: 0,60 Mio. €, davon Sanierung Ortsnetze 0,22 Mio. €
Rohrbrüche: 138
Hausanschlüsse neu: 59

 

Wirtschaftsplan 2018:

Die Umlageberechung des Wirtschaftsplanes 2018 ergibt einen im Vorjahresvergleich um 4 Cent höheren Gesamtwasserzins von 1,97 € pro cbm (Betriebs- und Festkostenumlage). Die Wasserbezugskosten von der NOW haben sich erhöht, desweiteren ergeben sich Mehrkosten im Personal-und Unterhaltungsbereich. Es wird wie in den Vorjahren 2016/17 mit einer Wasserabgabe an die Verbandsmitglieder mit 2,4 Mio. cbm gerechnet. Für Investitionen sind 2018 rund 1,0 Mio. € eingeplant. Eingeplant sind Restkosten zur Finanzierung des fertiggestellten neuen Hochbehälters Ettenhausen. Geplant wird derzeit der Neubau des Pumpwerks Schön, Creglingen, mit Zuleitung zum Wasserturm Schön, für die Maßnahme wurden beim Land Baden Württemberg Fördermittel beantragt. Ebenso geplant wird die Verbesserung der Versorgungssituation im Beeich Werdeck,Seibotenberg, Diembot durch die Erneuerung der Zuleitungen mit direkter Anbindung von Diembot an den Wasserturm Seibotenberg. Auch für dieses Projekt wurden Landesmittel beantragt. Für Ortsnetzerneuerungen sind 600.000 € vorgesehen, begonnen wird 2018 auch mit der Sanierung der Bundesstraße im Bereich der Ortsdurchfahrt Rot am See, an der sich die HWG mit der Erneuerung der Wasserleitung in diesem Bereich beteiligt.

In der Finanzplanung bis 2022 wird mit moderaten Preiserhöhung von 2-3 Cent pro cbm Wasserabgabe gerechnet. Es wird von einer gleichbleibender Wasserabgabe mit 2,4 Mio. cbm ausgegangen. Die Wasserbezugskosten von der NOW erhöhen sich jährlich. Die verschiedenen Konzeptionen der NOW ergeben Mehrkosten bei deren Pachtzahlungen sowie bei den Personal-, Betriebs- und Stromkosten. Die NOW kann ihre Wasserabgabe durch die Konzeptionen jedoch stetig erhöhen, 2018 bis auf 28 Mio. cbm. Dadurch ergibt sich langfristig eine Stärkung und Stabilisierung des Wasserpreises. Die Konzeptionen der NOW bringen eine Vernetzung in der Wasserversorgung und erhöhen dadurch die Versorgungssicherheit in der Region erheblich. 2015 z.B. konnte trotz langen trockenen und heißen Zeiträumen die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebeit durchgängig gewährleistet werden. Daneben hat die HWG ihre eigenen Sanierungsmaßnahmen der weit verzweigten Wasserleitungsnetze im ländlichen Raum, so dass insgesamt ein großes Investitionsvolumen zusammenkommt.

Der moderaten jährlichen Preisanpassung pro cbm Wasserabgabe steht die Lieferung von einwandfreiem enthärteten Trinkwasser in bester Qualität bei guter Versorgungssicherheit gegenüber.

Aus dem Wirtschaftsplan 2018:
Gesamtpreis: 1,97€ pro cbm (Betriebs- und Festkostenumlage)
Wasserabgabe an die Verbandsmitglieder: 2,40 Mio. cbm
Zu versorgende Einwohnerzahl: 30.792
Bauvolumen: 1,0 Mio. €, davon Sanierung Ortsnetze 0,6 Mio. €

 

Personalveränderungen:

Stellvertrendender Verbandsvorsitz:

Nach dem Ausscheiden des bisherigen stellvertretenden Verbandsvorsitzenden der HWG Klaus-Dieter Schumm zum 30.04.2017 wurde in dier jetzigen Verbandsversammlung Herr Bürgermeister Uwe Hehn, Creglingen, mit sofortiger Wirkung zum Nachfolger gewählt.

Verbandsvorsitzende Bürgermeisterin Petra Weber, Blaufelden, hat ihr Amt nun seit 1 Jahr inne.

Verwaltungsrat:

Herrr Bürgermeister Christian Mauch, Gerabronn wurde als Mitglied in den Verwaltungsrat der HWG gewählt.
Herr Markus Pfannenstiel, Stadt Kirchberg/Jagst wurde als Stellvertreer in den Verwaltungsrat gewählt.

 

Bild von links: Verbandsvorsitzende BMin Petra Weber, BM Christian Mauch, Geschäftsführerin Isolde Ansorge, Stv. Verbandsvorsitzender BM Uwe Hehn, technischer Betriebsführer Holger Gersten

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