Verbandsversammlung am 20. November 2025
Die nächste öffentliche Verbandsversammlung findet statt am Donnerstag, den 20. November 2025, um 15:30 Uhr im Rathaus Weikersheim, Marktplatz 7, 97990 Weikersheim.
Folgende Tagesordnung:
Die nächste öffentliche Verbandsversammlung findet statt am Donnerstag, den 20. November 2025, um 15:30 Uhr im Rathaus Weikersheim, Marktplatz 7, 97990 Weikersheim.
Folgende Tagesordnung:
Bild, von links:
Holger Gersten technischer Betriebsführer, Stefanie Drescher Gesundheitsamt (GA), Inka Arndt GA, Dr. Pascale Welisch GA, Isolde Ansorge Geschäftsführerin, Christian Mauch Verbandsvorsitzender
Das Gesundheitsamt des Landkreises Schwäbisch Hall überprüfte kürzlich turnusmäßig die Trinkwasser-Versorgungsanlagen des Zweckverbands Hohenloher Wasserversorgungsgruppe Gerabronn (HWG) und machte sich vor Ort ein Bild von den Speicheranlagen.
Das Gesundheitsamt unter der Amtsleitung von Frau Dr. Pascale Welisch ist zuständig für die Überwachung der Anlagen und Leitungsnetze der HWG und Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben nach der Trinkwasserverordnung. Hierzu gehört auch die regelmäßige Begehung der Anlagen vor Ort. Frau Dr. Welisch besuchte mit ihrem Team 14 Wassertürme und 13 Hochbehälter im Verbandgebiet des Landkreises Schwäbisch Hall, überprüft wurden jeweils die bauliche Anlage, die hydraulische Einrichtung und die hygienischen Verhältnisse.
Erste Station war der Wasserturm und Hochbehälter Gerabronn, Verbandsvorsitzender Christian Mauch, Geschäftsführerin Isolde Ansorge, Betriebsführer Holger Gersten sowie der jeweils zuständige Wasserwärter der HWG begleiteten das Gesundheitsamt durch das Verbandsgebiet.
Neben den Anlagen im Landkreis Schwäbisch Hall betreibt die HWG weitere 3 Wassertürme und 16 Hochbehälter im Versorgungsgebiet Main-Tauber-Kreis sowie 1 Hochbehälter im Hohenlohekreis.
Versorgt werden jährlich 30.500 Einwohner mit rund 2,4 Mio. cbm einwandfreiem Trinkwasser.
Fotos: HWG

Jedes Jahr wird der 22. März von den Vereinten Nationen als internationaler Weltwassertag ausgerufen. Die Öffentlichkeit soll an diesem Tag auf die Bedeutung des Grundwassers und dadurch auch auf sauberes Trinkwasser als wichtigste Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam gemacht werden.
In Deutschland steht Trinkwasser überall und jederzeit in ausreichender Menge und hervorragender Qualität zur Verfügung. Bei uns ist dies mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Nicht überall auf der Welt jedoch ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser in ausreichender Menge gewährleistet und es herrscht Wasserknappheit.
Der Weltwassertag 2025 steht unter dem Motto „Glacier Preservation“, was heißt „Erhalt der Gletscher“.
Die Vereinten Nationen haben diesen Tag ins Leben gerufen und formulierten ihren Willen mit dem Ziel, sauberes Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen zu gewährleisten – der Zugang zu Wasser soll kein Privileg sein. Dafür bedarf es eines enormen Kraftaufwandes auf einer Vielzahl von Ebenen. Das Thema „Klima“ stellt uns hier auch vor große Herausforderungen. Mit dem Weltwassertag 2025 wird dazu aufgerufen, Gletscher als gemeinsame Ressource der Menschheit zu betrachten und konkrete Maßnahmen zu ihrem Schutz zu ergreifen. Gletscher spielen eine entscheidende Rolle im globalen Wasserkreislauf, da sie etwa 70% des süßen Wassers der Erde speichern und als natürliche Wasserspeicher fungieren. Durch den Klimawandel schrumpfen diese, was Folgen für Ökosysteme, Wasserressourcen und menschliche Sicherheit hat.
Weltweit haben mehr als zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser und zu angemessenen Sanitäranlagen. Der Klimawandel verschärft die Situation weiter. Viele Länder sind mit Wasserknappheit konfrontiert. Die Ressource Wasser muss besser geschützt werden, ein nachhaltiges globales Wassermanagement ist erforderlich, mit dem Ziel vor Augen, allen Menschen ein Recht auf Wasser zu sichern und dies fair zu verteilen. Dies ist eine große globale Herausforderung unserer Zeit. Hier sind alle Länder gemeinsam gefordert, an dem Ziel zu arbeiten und die Umsetzung zu beschleunigen. Wasser ist Leben.
Wir in unserer Region haben das Glück, eine ausreichende und auch sichere Trinkwasserversorgung zu haben. Durch die Vernetzung unseres Zweckverbands mit dem Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW) mit vielen eigenen Brunnen und Quellen, welche mittlerweile ein Drittel dessen Wasserdargebots der NOW ausmachen, sowie der weiteren Vernetzung mit den Fernwasserversorgern Landeswasserversorgung Langenau und Bodensee-Wasserversorgung, können wir auf eine sichere und nachhaltige Trinkwasserversorgung bauen. Der Klimawandel wird fortschreiten und auch bei uns werden Veränderungen eintreten. Aufgabe der Wasserversorger wird es hierbei sein, Ressourcen zu überprüfen, ggf. zu erweitern und das kostbare Trinkwasser ressourcenschonend zu verteilen.
Bild von links nach rechts: BM Christian Mauch, Holger Gersten (NOW), BMin Förderer, BM Uwe Hehn, BM Dr. Sebastian Kampe, BM Michael Dieterich, BM Sören Döffinger, BM Nick Schuppert, WW Till Schwarz (HWG), Stefanie Olkus-Herrmann, Eva Bolz (HWG), WW Karl-Friedrich Wirsching (HWG), Julia Rögele (NOW), Tanja Graf (HWG), Sabine Götz (NOW), Isolde Ansorge (HWG), Lucas Wenk (Praktikant HWG)
Am 17. März 2025 besichtigte der Zweckverband Hohenloher Wasserversorgungsgruppe Gerabronn (HWG) mit dem Verwaltungsrat und Mitarbeiter:innen das Wasserwerk Bronn bei Weikersheim, das größte Wasserwerk der NOW (Nordost-Württemberg) Crailsheim.
Die 2008 in Betrieb genommene Anlage dient als Vorbild für weitere Wasserwerke im Verbandsgebiet der NOW.
Das Wasserwerk Bronn bereitet Trinkwasser aus 45 Brunnen und Quellen zentral auf. Diese befinden sich im südlichen Main-Tauber-Kreis, im nördlichen Landkreis Schwäbisch Hall und im Kochertal im Hohenlohekreis. Das Rohwasser weist eine hohe Wasserhärte von etwa 27 °dH auf.
Der Aufbereitungsprozess im Wasserwerk Bronn umfasst mehrere Schritte:
In der Reinwasserkammer wird dem aufbereiteten Wasser etwa 30 % Fernwasser der Bodensee-Wasserversorgung beigemischt, um die Wasserhärte weiter zu reduzieren und den Bedarf der Versorgungszone zu decken. Das ins Netz eingespeiste Trinkwasser hat somit eine Härte von 13–14 °dH.
Die im Wasserwerk Bronn eingesetzte Technik erweist sich als äußerst zuverlässig und diente als Vorbild für die weiteren Wasserwerke der NOW. Besonderer Wert wurde auf einen energiesparenden Betrieb gelegt, beispielsweise durch den Einsatz einer Wärmepumpe zur Klimatisierung des Gebäudes, einer Photovoltaikanlage sowie einer Windkraftanlage.
Der Besuch des Wasserwerks Bronn verdeutlichte die Bedeutung moderner und umweltfreundlicher Technologien in der Trinkwasseraufbereitung, um eine hohe Wasserqualität und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Die HWG wird zu 85 % über das Wasserwerk Bronn mit Trinkwasser versorgt, der Rest wird ebenso von der NOW südlich an 2 Stellen eingespeist.
Erstellt u. a. mit ChatGPT
Quellen: NOW Wasser, HWG Gerabronn
Fotos: HWG
Bild, von links:
Bürgermeister Christian Mauch, Verbandsvorsitzender HWG;
Willi Oberndörfer mit Ehefrau, Wasserwärter HWG, verabschiedet in Ruhestand
Bürgermeister a.D. Stefan Ohr, verabschiedet aus den Gremien
Isolde Ansorge, Geschäftsführerin der HWG
Marcus Bühler, Abteilungsleiter Dienstleistungen NOW
Holger Gersten, NOW, technischer Betriebsführer der HWG
In seiner ersten Sitzung als Verbandsvorsitzender begrüßte Bürgermeister Christian Mauch aus Gerabronn die Verbandsmitglieder, welche aufgrund der Kommunalwahlen teilweise mit neuen Gesichtern vertreten waren.
In seinem Bericht zu Beginn der Sitzung würdigte Mauch unser sauberes Trinkwasser in der Region als eine der wertvollsten Ressourcen, welches ein Privileg und Geschenk zugleich sei. Dies dürfe niemals zur Selbstverständlichkeit werden und die Wasserversorger tragen hier Verantwortung.
Es ist eine große Herausforderung in Zeiten des Klimawandels, wachsenden Bevölkerungsstrukturen und sanierungsbedürftiger Infrastruktur, diesem entgegen zu steuern und weiter in die Netze und Anlagen der Trinkwasserversorgung zu investieren, neue Ressourcen zu erschließen und die Finanzierung dafür zu stemmen. Gefragt ist hier auch der Wille zur Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und der Bürgerschaft, so der Verbandsvorsitzende: „Trinkwasser müsse bezahlbar bleiben.“
Um die Trinkwasserversorgung in der Region weiter zukunftssicher zu machen, wurde im Verband die jährliche Investitionssumme in die Anlagen deutlich erhöht, um die Kosten generationsgerecht zur verteilen und einem Investitionsstau entgegen zu wirken. Mit Fördermitteln vom Land ist derzeit nicht zu rechnen, trotz aller Anstrengungen des Verbands findet dies in Stuttgart kein Gehör. Mauch verweist hierbei auch auf die Problematik des ländlichen Raums, weite Entfernungen, geringe Einwohnerdichte, dies führt ebenso zu höheren Kosten.
Erfreulich ist, so Verbandsvorsitzender Mauch, dass sich die Niederschläge in diesem Jahr nach mehreren mageren Jahren sehr positiv auf den Grundwasserspiegel und die Quellschüttungen ausgewirkt haben. Gut für die Trinkwasserversorger, jedoch prophezeien die Prognosen für die nächsten Jahrzehnte eine rückläufige Grundwasserneubildung.
Betriebsführer der HWG Holger Gersten berichtete anschließend über das Verbandsgeschehen: 2,42 Mio. cbm Trinkwasser wurden 2023 an knapp 32.000 Einwohner der 11 Mitgliedergemeinden und einige Sonderabnehmer verkauft. Etwas niedriger als im Vorjahr lag die Wasserabgabe, so Gersten, auch der Spitzenverbrauch aus 2022 wurde nicht erreicht. Umgerechnet verbrauchte 2023 jeder Einwohner 211 Liter pro Einwohner pro Tag. Der Wasserbezug erfolgt über den Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW) Crailsheim, Kooperationspartner der HWG. Einwandfreie Wasserqualität, das ist oberstes Gebot der NOW, soll das gelieferte Trinkwasser haben. Die Wasserhärte liegt derzeit bei 13,3° – 13,6° dH, dies entspricht einem mittleren Härtebereich. Gersten informierte über aktuelle Baumaßnahmen, beispielsweise die Sanierung des Hochbehälters Rot am See – Limbach oder der Neubau des Hochbehälters Creglingen – Frauental. Verschiedene Verbindungsleitungen und Ortsnetzleitungen werden saniert. Die Investitionen sind notwendig, es gibt ein Instandhaltungskonzept, da ist noch viel zu tun, so Gersten
In das Betriebsgeschehen der NOW Crailsheim konnte Abteilungsleiter Marcus Bühler von der NOW dem Gremium einen kurzen Einblick gewähren. Auch im NOW-Gebiet ist ein deutlich höheres Bauvolumen für die Erneuerung von Anlagen vorgesehen, durch viele Rohwasserkonzeptionen mit Neubauten wurden Sanierungsprojekte zurückgestellt. Dies führt ebenso zu Mehrkosten für die HWG im Wasserbezug. Bühler konnte für das Jahr 2024 berichten, dass durch die regelmäßigen Niederschläge eine Hochabnahmephase, wie in den letzten Jahren in den Sommermonaten üblich, ausblieb. In künftigen Jahren kann davon jedoch nicht ausgegangen werden. Rohwasseroptimierung und -erschließung sind ein zentrales Thema der NOW im Hinblick auf den Klimawandel. Die Lieferung von ausreichend Trinkwasser, auch in Extremzeiten, zu gewährleisten, ist eine der Hauptaufgaben der NOW.
Die Jahresabrechnung 2023 der HWG fällt sehr erfreulich aus, teilte Geschäftsführerin Isolde Ansorge dem Gremium in der Verbandssitzung mit, die Preise liegen unter der Kalkulation. An die Verbandmitglieder wurde eine Gesamtumlage mit 5,6 Mio. € verrechnet, bei einer Wasserabgabe von 2,37 Mio. cbm an die Mitglieder ergibt sich ein Durchschnittspreis von 2,37 €/cbm, 2 Cent unter dem Plan. 2023 wurden 1,38 Mio. € in die Sanierung von Anlagen, Zuleitungen und Ortsnetzen investiert. Die Bilanzsumme des Verbandsvermögens liegt bei 23,6 Mio. €. Einstimmig wurden die Umlagen des Verbands für das Jahr 2023 so festgesetzt.
Geschäftsführerin Ansorge informierte das Gremium anschließend über die Kalkulation des Wasserpreises für 2025: Die Betriebskostenumlage ergibt 2,03 €/cbm Wasserabgabe (Vorjahr 1,96 €), die Festkostenumlage 45,22 €/Einwohner (VJ 42,49 €). Die Gesamtumlage ergibt 6,3 Mio. €, dies macht bei 2,4 Mio. cbm geplanter Wasserabgabe an die Mitglieder 2,63 €/cbm (VJ 2,53 €). Seit 2024 wurde das Investitionsvolumen deutlich erhöht: 2,4 Mio. € in 2025. „Dies ist notwendig“, betonte Ansorge, viele Anlagen sind in einem ähnlichen Alter und sanierungsbedürftig, man müsse dranbleiben. Es wurde ein Konzept ausgearbeitet und notwendige Maßnahmen priorisiert. Diese werden nun abgearbeitet. 2025 sind verschiedene Erneuerungen im Zuleitungs- und Ortsnetzbereich vorgesehen. Der Hochbehälter Creglingen – Frauental wird neu gebaut und der Hochbehälter Schrozberg – Bartenstein saniert. Begonnen wird auch mit dem Austausch alter Elektrotechnik in den Anlagen.
Geschäftsführerin Ansorge wagt noch einen Blick in die Folgejahre. Die Bausumme bleibt auf höherem Niveau, der NOW und den Vorlieferanten Bodensee- und Landeswasserversorgung stehen ebenso größere Investitionen und Herausforderungen in der Wassergewinnung bevor. Die Kosten fließen in den Wasserpreis der Endkunden. Preissteigerungen beim Trinkwasser bleiben deshalb nicht aus. „Es werden jedoch keine Gewinne gemacht, und es steckt sehr viel drin, dies müsse dem Bürger so vermittelt werden,“ so Ansorge zu ihrem Zahlenwerk.
Die Verbandsversammlung beschloss den Wirtschaftsplan 2025 anschließend einstimmig.
Der Verwaltungsrat des Zweckverbands entspricht in den Gemeinden etwa dem beschließenden Ausschuss des Gemeinderats. Für die Amtsperiode 2025-2029 fanden die regulären Neuwahlen statt mit folgender Besetzung des Verwaltungsrats: BM Christian Mauch Gerabronn Verbandsvorsitzender; BM Uwe Hehn Creglingen stellv. Verbandsvorsitzender, BMin Jacqueline Förderer Schrozberg, BM Michael Dieterich Blaufelden, BM Dr. Sebastian Kampe Rot am See, BM Andreas Frickinger Wallhausen, BM Axel Rudolph Kirchberg/J., BMin Heike Naber Niederstetten und OV Werner Schulz Creglingen.
Verbandsvorsitzender Mauch verabschiedete in der Versammlung langjährige Mitglieder: BM Robert Böhnel a.D. war 16 Jahre lang für die Gemeinde Mulfingen Mitglied der Verbandsversammlung, ebenso lang war BM Stefan Ohr a.D. für die Stadt Kirchberg vertreten. Daneben war Ohr noch 16 Jahre Mitglied im Verwaltungsrat. Mauch würdigte die aktive Beteiligung und Mitgestaltung im Verband und verwies auf eine ganze Fülle von Bauprojekten und Beschlüssen in dieser Zeit.
Verabschiedet wurde auch Wasserwärter Willi Oberndörfer aus Schrozberg, welcher Ende des Jahres 37 Jahre Dienstzeit voll macht. „Dies ist besonders erwähnenswert“, so der Verbandsvorsitzender. Oberndörfer hat unter 5 Verbandsvorsitzenden, 3 Geschäftsführern und 4 technischen Betriebsführern gewirkt. Er betreute das Gebiet rund um Schrozberg sowie Teile von Blaufelden und Rot am See. Nach der Hochrechnung von Mauch war Wasserwärter Oberndörfer dienstlich sage und schreibe 630.000 km unterwegs, reparierte 900 Rohrbrüche und schloss 780 neue Trinkwasser-Hausanschlüsse an. Verbandsvorsitzender Mauch würdigte die langjährige Tätigkeit von Herrn Oberndörfer mit Dank und Anerkennung. Seinen Erfahrungsschatz hat er seinem Nachfolger Wasserwärter Till Schwarz aus Niederstetten vermacht, welcher seine Ausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik beim Verband mit Bravour absolviert hat und nun in die Fußstapfen Oberndörfers tritt.
Bisherige Verbandsvorsitzende Petra Weber verabschiedet


Jedes Jahr findet die Verbandsversammlung der HWG in einer anderen Mitgliedsgemeinde statt. Dieses Jahr wurde die Sitzung im Bürgerhaus in Rot am See abgehalten.
Nach dem Bericht des stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Bürgermeister Uwe Hehn, Creglingen informierte Betriebsführer der HWG Herr Holger Gersten von der NOW über das Bau- und Betriebsgeschehen in der HWG. Ebenso informierte er das Gremium über das aktualisierte Instandhaltungs- und Optimierungskonzept 2024 – 2034 für die Anlagen der HWG. Frau Geschäftsführerin Isolde Ansorge erläuterte das Ergebnis der Jahresrechnung 2022 sowie den Wirtschaftsplan 2024. Die bisherige Verbandsvorsitzende BMin Petra Weber wurde verabschiedet und Herr BM Christian Mauch, Gerabronn, wurde zum neuen Verbandsvorsitzenden gewählt. Stellvertreter bleibt BM Uwe Hehn aus Creglingen
Neubesetzung Verbandsvorsitz und Verwaltungsrat
Durch das Ausscheiden von Frau BMin Petra Weber als Bürgermeisterin der Gemeinde Blaufelden wurder Herr BM Michael Dieterich als Nachfolger für die restliche Amtszeit gewählt in den Verwaltungsrat gewählt. Ebenso hatte Frau BMin Weber den Verbandsvorsitz inne. Hier wurde Herr Bürgermeister Christian Mauch bis Ende der Amtszeit 2029 als neuer Verbandsvorsitzender gewählt. Stv. Verbandsvorsitzender Herr BM Uwe Hehn aus Creglingen bleibt weiterhin Stellvertreter, bis Ende der Amtsperiode 2029.
Stv. Verbandsvorsitzender Hehn würdigte die Verdienste von Frau BMin Weber, welche den Verband 6 Jahre lang als Verbandsvorsitzende leitete. In dieser Zeit wurde der Verband verantwortungsvoll geführt und weiterentwickelt. Viele Investitionen sind notwendig und wurden in einer Vielzahl umgesetzt. Ebenso wurde eine Rohrnetzanalyse der Trinkwasserleitungen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis floß in das neue Instandhaltungskonzept der HWG ein. Vielerlei weitere Aufgaben mussten bewältigt werden. Stv. Verbandsvorsitzender Hehn dankte Frau BMin Weber für ihr Engagement im Verband, das Wohl des Verbands stand immer im Vordergrund.
Instandhaltungs- und Optimierungskonzept 2024 – 2034 der HWG:
Das gesamte Leitungs- und Anlagennetz der HWG (Wassertürme, Hochbehälter, Zuleitungen, Ortsnetze) wurde auf den Prüfstand gestellt. Mit eingeflossen sind die Ergebnisse aus einer Rohrnetzberechnung, Zustandsbewertungen sowie Betriebserfahrungen im Netz. Im Ergebnis wurden im Konzept Gesamtkosten für Speicheranlagen, Zuleitungen und Ortsnetze in den nächsten 10 Jahren mit 77 Mio. € errechnet, hiervon für priorisierte Maßnahmen 36 Mio. €. Bei Umsetzung der priorisierten Maßnahmen ergäben sich jährliche Investitionen mit 3,6 Mio. €. Bisher wurden jährlich 1 Mio. € für Investitionen verausgabt. Um den Aufgaben der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung gerecht zu werden und die Kosten auch generationengerecht zu verteilen, wird die Investitionssumme in einem ersten Schritt auf jährlich 2 Mio. € erhöht. Dies hat natürlich auch einen Anstieg des Wasserpreises zur Folge.
Aus dem Bau- und Betriebsbericht:
Die Wasserabgabe der HWG lag 2022 bei 2,48 Mio. cbm, versorgt wurden 31.531 Einwohner der Verbandsmitglieder mit Trinkwasser, daneben noch einige Sonderabnehmer. Das Ergebnis entspricht in etwa dem Ergebnis des des Vorjahres 2021. 2020 lag die Abgabe 50.000 cbm höher. Im Vorjahresvergleich ergab sich mit 24.000 cbm ein deutlich geringerer Wasserverlust (minus 100.000 cbm), so dass auch eine etwas geringere Wassermenge von der NOW Crailsheim bezogen werden musste.
Der Spitzenverbrauchstag 2022 lag an einem Augusttag bei 112 l/s oder 9633 cbm. Die höchte monatliche Einspeisemenge ergab sich im August 2022. 2023 wird mit einer ähnlichen Gesamtabgabe gerechnet, die Wasserverluste fallen voraussichtlich ebenso gering aus. Der bislang höchste Tagesverbrauch wurde an einem Julitag mit mit 107 l/s oder 9.208 cbm gemessen.
2022 wurden von den Wasserwärtern 149 Rohrbrüche behoben. Im Vorjahresvergleich sind dies 14 weniger.
Es wurden 137 neue Hausanschlüsse hergestellt, im Vorjahr 134.
2022 wurde der Wasserturm Leuzendorf saniert, die Fertigstellung erfolgte im Frühjahr 2023. Ebenso wurde ein Teilstück der Zuleitung vom Wasserturm Lindlein Richtung Druckminderschacht Gerabronn-Amlishagen im Bereich Blaufelden/Blaubach erneuert. 2022 abgerechnet wurde die Erneuerung der Zuleitung vom Wasserturm zum Ortsnetz Heufelwinden. Ortsnetze wurden erneuert in den Gemeinden Creglingen, Rot am See und Schrozberg.
Aus der Jahresrechnung 2022
Der Verband erhebt von den Mitgliedsgemeinden 2 Umlagen, die Betriebskostenumlage (pro cbm Wasserabgabe) und die Festkostenumlage (pro Einwohner).
Betriebskostenumlage: 1,74 €/cbm (Vorjahr 1,62 €)
Festkostenumlage 40,73 €/Einwohner (Vorjahr 43,98 €)
Gesamtpreis beide Umlagen: 2,28 € pro cbm (Vorjahr 2,19 €)
Durchschnittliche Wasserabgabe pro Einwohner pro Tag: 216 Liter
(Wasserverbrauch Bundesdurchschnitt 128 Liter)
Bauvolumen: 0,82 Mio. €, davon Sanierung Ortsnetze 0,20 Mio. €
Wirtschaftsplan 2024
Der Gesamtwasserzins (Betriebs- und Festkostenumlage) liegt im Plan 2024 bei 2,53 € und somit um 14 Cent höher als im Vojahresplan 2023. Preiserhöhungen ergeben sich beim Wasserbezug von der NOW Crailsheim, in der eigenen Netzunterhaltung und durch Tariferhöhungen beim Personal. Preissteigerungen beim Wasserbezug NOW ergeben sich neben eigenen Investionen durch Kostensteigerungen bei den Vorlieferanten Landes- und Bodenseewasserversorgung. Es wird wie in den Vorjahren mit einer Wasserabgabe an die Verbandsmitglieder mit 2,4 Mio. cbm gerechnet.
Durch die Kooperation mit der NOW Crailsheim im Rahmen der Rohwasserkonzeption werden die Eigenwässer der HWG seit 2008 mit anderen Rohwässer in der Region im Wasserwerk Bronn der NOW bei Weikersheim gemeinsam aufbereitet und enthärtet und der HWG somit einwandfreies Trinkwasser geliefert. Zwischenzeitlich hat die NOW in ihrem Verbandsgebiet weitere Konzeptionen umgesetzt und dadurch auch eine weitere Vernetzung der Trinkwasserversorgung in unserem Gebiet erreicht. Auch in Trockenzeiten kann durchgängig ohne Einschränkungen ausreichend Trinkwasser zur Vefügung gestellt werden. Dies ergibt eine sehr hohe Versorgungssicherheit und ist deshalb auch mit Preissteigerungen verbunden. Viele neue Anlagen ergeben Investitionskosten sowie weitere Betriebs- und Unterhaltungs- und Personalkosten. Auch ältere Anlagen sind vermehrt sanierungsbedürftig. Ebenso stehen bei den Vorlieferanten der NOW wie die Bodensee- und Landeswasserversorgung Sanierungsmaßnahmen an. Die HWG selbst investiert regelmäßig in ihre Anlagen, um den Anforderungen der Trinkwasserverordnung gerecht zu werden, ab 2024 wird das jährliche Investitionsvolumen von bisher 1 Mio. € auf jährlich 2 Mio. € erhöht. All dies führt zu Preissteigerungen, sichert jedoch die Trinkwasserversorgung in unserer Region nachhaltig.
Für Investitionen sind im Wirtschaftsplan 2024 rund 2,1 Mio. € eingeplant, hiervon 1,2 Mio. € für Ortsnetzsanierungen.
2024 ist der Neubau des Hochbehälters Frauental, Creglingen vorgesehen. Der alte Behälter Baujahr 1959 wird durch einen Neubau nach den anerkannten Regeln der Technik ersetzt (Steuer-und Regeltechnik, Fernüberwachung, etc.). Die Generalsanierung des Hochbehälters Limbach, Rot am See, wird 2024 fortgeführt und fertiggestellt. Die Wasserkammer soll mit einer Edelstahlauskleidung versehen werden. Erneuert werden soll die hydraulische Einrichtung in der Wasserkammer mit Austausch der Einstiegsleiter. Der Rohrkeller soll erweitert und die hydraulische Einrichtung neu installiert werden. Ebenso notwendig sind Betoninstandsetzungs- und Anstricharbeiten sowie die Erneuerung des Geländers auf der Brücke und über der Wasserkammer. Des Weiteren sind 2024 zwei Zuleitungserneuerungen vorgesehen: Zuleitung Hochbehälter Rückershagen – Ortsnetz Rückershagen sowie Zuleitung Speckheim vom Abzweig Druckleitung zum WT Lindlein). Beide Leitungen sind aus den 50er-Jahren.
Weiter ist 2024 eine Reihe von Ortsnetzsanierungsmaßnahmen vorgesehen. Dies betrifft die Gemeinden Creglingen (Craintaler Weg), Niederstetten (Hauptort und Adolzhausen), Rot am See/Brettenfeld (Ortsdurchfahrt B 290), Schrozberg (Krailshausener Straße/Heerweg) und Wallhausen (Hengstfeld).
Aus dem Wirtschaftsplan 2024
Betriebskostenumlage: 1,96 €/cbm (Vorjahr 1,86 €)
Festkostenumlage 42,49 €/Einwohner (Vorjahr 40,19 €)
Gesamtpreis beide Umlagen: 2,53 €/cbm (Vorjahr 2,39 €)
Bauvolumen: 2,20 Mio. €, davon Sanierung Ortsnetze 1,10 Mio. €